Amerikaner in Hessen - Eine besondere Beziehung im Wandel der Zeit

Ausstellung im Historischen Museum der Stadt Hanau
Schloss Philippsruhe, 2008 - 09

Es ist noch gar nicht so lange her, als die Amerikaner in Hessen vielerorts das Stadtbild prägten. Doch nach über sechzig Jahren haben nahezu alle Kasernen ihre Tore geschlossen. Dies gilt auch für die Hanau Military Community, einst eine der größten Garnisonen des Landes. Mit dem Abzug der Amerikaner geht eine Ära zu Ende. Aus diesem Anlass war im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe eine hessenweit einmalige Ausstellung zur gemeinsamen Geschichte der Hessen und Amerikaner von 1945 bis heute zu sehen, in der erstmals dieses wichtige Kapitel regionaler Zeitgeschichte zusammenhängend dargestellt wurde.
Die Ausstellung beginnt mit dem Einmarsch der Amerikaner im Frühjahr 1945 und endet bei der aktuellen Debatte um die zivile Nutzung der freigewordenen Militärareale.
Im Mittelpunkt der Präsentation steht die Frage nach den Beziehungen zwischen den Hessen und den im Land stationierten US-Truppen. Dabei kommen sowohl die Licht- als auch die Schattenseiten zur Sprache. denn nicht alles, was die USA politisch und militärisch unternahmen, stieß immer auf die ungeteilte Zustimmung der hessischen Bevölkerung.

 

 

Zur reichen Palette historischer Artefakte zählen Dokumente, Broschüren, Plakate, Uniformen, Mobiliar, Gebrauchsgegen- stände und persönliche Erinnerungsstücke sowie die sehr dekorativen Verbots-, Warn- und Hinweisschilder der US-Armee, die den weiten Weg vom Foyer zu den Ausstellungsräumen im Dachgeschoss begleiteten und kennzeichneten. Unzählige Fotos ergänzen die rund 1000 Exponate. In Form eines Bildfrieses wurde diese Quelle in allen Räumen als durchgängiges Gestaltungselement eingesetzt; es gliedert die Themengruppen und gibt den sehr unterschied- lichen Exponaten optischen Halt.
Deutsche und amerikanische Zeitzeugen blicken in Interviews auf die Stationierungszeit zurück. Ihre Stimmen machen die Ausstellung in besonderer Weise authentisch. Um ihnen in aller Ruhe zuzuhören, konnten die Besucher Platz nehmen in zeittypischen Sitzgruppen. Diese erfüllten also mehrere Aufgaben: Kennzeichnung der Zeitzeugenbereiche, Sitz- gelegenheit in jedem Raum sowie die atmosphärische Prägung der Ausstellungszonen.

 

 

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© von Jacobs