Schwäbische Tüftler

Sonderausstellung im Landesmuseum Württemberg, Altes Schloss Stuttgart, 1995

Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Vielfalt schwäbischer Tüftlerkultur, sie schlägt den Bogen vom "Konstrukteursgenie" bis zur "Tüftlerseele".
Die Ausstellungsfläche in der vollständig verdunkelten Dürnitz umfasst etwa 450 qm, sie grenzt dicht an die Dauerausstellung an, durchdringt sie teilweise. Deren Einbauten werden miteinbezogen. Die Wechselausstellungsausstattung des Museums vervollständigt die Ausstellungsarchitektur, ergänzt durch wenige Sonderbauten.

 

Den Auftakt zur Ausstellung bildet das Tüftler-Pantheon mit

Gemälden und Büsten berühmter schwäbischer Tüftler

sowie deren persönliche Gegenstände. Hier finden die Besucher das Bild des schwäbischen Tüftlers, das sie zu kennen glauben.

 

Folgende Hauptthemen schaffen den inhaltlichen Rahmen und die räumliche Führung durch die Ausstellung:

"Alltagskreativität + Noterfindungen"
“Utopisten, Realisten, Tagträumer"
"Erfinderkindheiten - Kindererfinder”
"Kunst und Technik"
"Erfinderkulturen heute"

Sie stellen Ursprung und Bandbreite der Erfindungen vor. Große Bildprojektionen bilden ihren atmosphärischen Auftakt.

 

 

"Tüftler-Portraits" einzelner Erfinderpersönlichkeiten sind als Inseln im Rundgang eingefügt. Sie zeigen Genie und Wahnsinn, Erfolg und Misserfolg der Erfinder selbst. Zum Beispiel der Schreiner Johann Georg Elser: er plante im Alleingang ein Bombenattentat auf Hitler. Die von ihm gebaute Bombe explodierte planmäßig, Hitler hatte den Saal jedoch vorzeitig verlassen. Elser wurde später verhaftet.

Weitere Tüftler-Portraits zeigen Julius Robert Mayer mit seinem "Hämodynamischen Modell" von 1850 oder Johannes Leonhard Hodum, der die Behörden mit einer Unzahl von Patentgesuchen überschüttete - ohne Erfolg.

 

Eine kleine Auswahl der unzähligen Versuche, das perpetuum mobile zu erfinden bildet den Auftakt zum Bereich der “Utopisten, Realisten, Tagträumer".

Der Nachbau der Flugmaschine des Albrecht Ludwig Berblingers, des "Schneiders von Ulm" erzählt vom Traum des "Menschenflugs nach Vogelart".

Aber der Traum vom Fliegen wird Wirklichkeit. Die dargestellte Palette reicht vom Mythos Zeppelin zu Erfindern wie Claude Dornier, Hanns Klemm und Ernst Heinkel, die sich alle mit der Entwicklung von Flugzeugen befassten.

Das "Flugfahrrad" des Gustav Messmer allerdings erhob sich  nur in der Phantasie seines Erfinders vom Boden.

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© von Jacobs